Samstag, 21. November 2015

Böddenstedter Heimatlied




(Gedichtet von:  Emma Früchte    Melodie: Wo die Nordseewellen...)
(Auf den blauen Text klicken, dann hört man die Melodie)

Wo der Stahlbach plätschernd durch die Wiesen zieht
und der Dorfkrug wirklich in der Mitte liegt,
> wo vier Straßen führen in die Welt hinaus,
da ist uns're Heimat, da sind wir zu Haus.

Wo die hohe Kiefer sich im Winde biegt,
wo die eigne Kirche nicht im Dorfe liegt,
> wo ein Nachbar gerne hilft dem Andern aus,
da ist uns're Heimat, da sind wir zu Haus.

Wo der Wald die grüne Heide oft versteckt
und man manchen guten Pilz im Moos entdeckt,
> wo der Bussard kreisend schaut nach Nahrung aus,
da ist uns're Heimat, da sind wir zu Haus.

Wiesen, Wald und Felder liegen rund herum,
Böddenstedt, ein Dörfchen ohne eignen Turm,
> liegt uns sehr am Herzen, ja so sieht es aus,
weil es uns're Heimat und wir hier zu Haus.

Freitag, 20. November 2015

Rassegeflügelzüchter



Rassegeflügelzüchter aus dem Kreis Uelzen
 auf der Deutschen Junggeflügelschau in Hannover erfolgreich.

Über zwölftausend Tiere standen im züchterischen Wettstreit auf dem Messegelände in Hannover um zu höchsten Ehren zu gelangen. Die Deutsche  Junggeflügelschau die in diesem Jahr zum 134. Mal stattfand ist für die Züchterschaft immer wieder ein besonderer Event.

Aus dem Landkreis Uelzen waren auch in diesem Jahr wieder Züchter dabei die mit ihren Tieren beachtliche Erfolge erzielten. Horst Wöppelmann aus Könau mit Rouen Claire - Enten, Joachim Becker aus Böddenstedt mit Laufenten und Hans-Jürgen Drögemüller ebenfalls aus Böddenstedt mit Landenten mit Haube, Zwergenten und Modernen englischen Zwerg-Kämpfern erzielten  sehr – gute und Hervorragende Bewertungen. Ehrenpreise und Medaillien waren der Lohn.
Am Ersten Adventswochenende findet auch wieder in Uelzen in der Viehmarkthalle am Albrecht Thaergelände die Kreisverbandsschau der Rassegeflügelzüchter der Lüneburger Heide statt.



Auf dem Foto von links:
Horst Wöppelmann, Joachim Becker und Hans-Jürgen Drögemüller

Dienstag, 17. November 2015

Fledermäuse im Wasserwerk


Ehemaliger Wasserspeicher wird zum Winterquartier für Fledermäuse ausgebaut.

Auf einer Anhöhe im Stahlbachtal zwischen Böddenstedt und Hamerstorf wurde ein stillgelegtes Wasserwerk zum Winterquartier für Fledermäuse hergerichtet. Gut versteckt zwischen Brombeeren und hohen Bäumen hat die bunkerähnliche Anlage aus Beton die Zeit überdauert. Nach der Stilllegung in den 1960er Jahren hat der Zahn der Zeit die Anlage für Fledermäuse und andere Tiere zugänglich gemacht.

Im Herbst suchen unsere heimischen Fledermäuse frostfreie Winterquartiere auf, um dort Winterschlaf zu halten. Um zum Winterquartier zu gelangen, unternehmen manche Arten weite Wanderungen. Viele unserer Arten sind ortstreu und suchen jahrelang dasselbe Versteck wieder auf. Forschungsergebnisse zeigen, dass sich die Fledermausarten aufgrund ihres Verhaltens in drei Gruppen einteilen lassen.

Zur Gruppe der Fernwanderer werden die Abendsegler und die Rauhautfledermäuse zugeordnet, die alljährlich zwischen ihren Sommer- und Winterquartieren bis zu 2.000 Kilometer zurücklegen können. Zu den Regionalen Wanderern gehören das Große Mausohr und die Wasserfledermaus, die einen Entfernungsradius von 100 bis 200 Kilometern haben. Das Braune Langohr und die Bechsteinfledermaus gehören zur Gruppe der Stationären Arten, die keine weiten Wanderungen durchführen.

Die Fledermäuse leben während des Winterschlafs von ihren Fettreserven. Die Körpertemperatur senkt sich ab und ein entsprechend verlangsamter Stoffwechsel sorgt für einen geringen Energieverbrauch. Der Winterschlaf der Fledermäuse wird in Abständen durch kurze Wachperioden unterbrochen. In diesem Zeitraum können die Tiere trinken, oder den Hangplatz wechseln. Wenn es den Tieren zu kalt oder zu warm wird, fliegen sie innerhalb des Quartiers umher, auf der Suche nach einer günstigeren Schlafstelle. Bei Störungen wachen Fledermäuse unter größtem Energieaufwand innerhalb weniger Minuten auf, dadurch werden die Tiere geschwächt, da die Kraftreserven vorzeitig aufgebraucht werden.


Durch das Zusammenwirken vom Eigentümer, der BINGO-Umweltstiftung und dem NABU-Uelzen konnte zur Objektsicherung eine fledermausgerechte Holztür im Zugangsbereich des Wasserspeichers eingebaut werden. Mit dieser Maßnahme wurde sichergestellt, dass das ehemalige Wasserwerk zum störungsfreien Winterquartier weiter entwickelt werden kann.

Text/Konzeption: T. Dorschner
Layout: B. Witte